WIE MANTRAILING FUNKTIONIERT

Mantrailing ist eine besondere Form der Sucharbeit, bei der Hunde dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen folgen. Anders als bei Flächen- oder Spürhunden konzentriert sich der Mantrailer ausschließlich auf eine einzelne Geruchsspur und verfolgt diese mit seiner feinen Nase bis zum Ziel.

Mantrailing wird sowohl im Rettungshundewesen eingesetzt – zum Beispiel bei der Suche nach vermissten, orientierungslosen oder verunglückten Personen – als auch als anspruchsvoller Hundesport. Dabei arbeiten Hund und Hundeführer:in eng zusammen und stärken Konzentration, Auslastung und Teamarbeit.

Beim Mantrailing startet der Hund mit einem sogenannten Geruchsträger, der den Individualgeruch der vermissten Person trägt. Dieses dient als Startsignal für den „Arbeitsauftrag“. Mit einem speziellen Hundegeschirr und einer etwa 10 m langen Leine gesichert folgt der Hund dann der Geruchsspur der Versteckperson.

Der/die Hundeführer:in (HF) beobachtet dabei aufmerksam das Trailverhalten des Hundes, interpretiert seine Signale und unterstützt ihn bei Bedarf.

Die Fähigkeit, einer Geruchsspur zu folgen, bringen die meisten Hunde von Natur aus mit. Als Hundeführer:in arbeiten wir im Team mit unserem Hund, kommunizieren über die Leine, fördern seine Stärken und sorgen für Sicherheit auf dem Trail. Wir beurteilen nicht, ob der Hund „richtig“ oder „falsch“ läuft – das kann niemand genau wissen, da sich der Geruch der vermissten Person unterschiedlich ausbreiten kann.

Durch regelmäßiges Mantrailing-Training lernen wir die individuelle Arbeitsweise unseres Hundes immer besser kennen. Weicht er plötzlich von seinem typischen Trailverhalten ab, kann das ein Hinweis auf eine abgerissene Spur oder Ablenkung sein. Dann ist der/die Hundeführer:in gefordert, den Hund gezielt zu unterstützen, damit er die Spur erfolgreich wieder aufnimmt. Genau hier liegt der Schwerpunkt unseres Trainings: Vertrauen, Teamarbeit und die Förderung der natürlichen Fähigkeiten des Hundes.

ERFOLG BEGINNT MIT DER RICHTIGEN SPUR